Donnerstag, 24. Juli 2008

Ahmet the dead Terrorist in der Ubahn und ein leeres Stadion...

Okay. Ich dachte, mich trifft der Schlag! Ahmet der tote Terrorist sitzt mir gegenüber in der Ubahn! Also, okay, es war nicht die Puppe, aber ein Mann, um die Ende 60, der genau dasselbe Gesicht hatte, inklusive bösem Blick und Augenbrauen. Ich hab echt gewartet, dass er jeden Moment ruft:

SILENCE! I KIIIIIIILLLL U!

Er hat es leider nicht gemacht, aber was soll ich sagen, dass Leben ist ja bekanntlich kein Ponyhof.

Bald beginnt mein vorletztes Wochenende hier und es ist das letzte Wochenende, das mit absolut nichts verplant ist. Die Reise nach Boston wurde abgesagt, ich sehe das aber mit einem lachenden und einem weinendem Auge…immerhin bin ich dann ein Wochenende mehr in New York, aber Boston an sich hätte mich wahnsinnig interessiert…ich wäre auch gerne nach Washington gefahren, aber dazu ist nun echt keine Zeit mehr.

Die nächste Woche wird ein Kampf bei mir im Büro, ein Kampf um das Publikum unseres Fußballklubs. Denn, obwohl der FC Barcelona am 6. August zu Gast ist, sind bis jetzt nur knapp 25 000 Tickets verkauft. Klingt viel? Nicht in einem Stadion, dass 80 000 Leute fasst. Meine Kollegen telefonieren und machen Werbung wie verrückt…ich kann ihre Angebote und Machen schon auswendig mitreden ^^

Was auch irgendwie genial ist, ist die Tatsache, ein Ausländer zu sein. Mein Kollege Brian bekommt jedes Mal die größten (lustigen) Zustände, wenn er mich auf Deutsch telefonieren hört und ruft immer ‚What the hell iss he talking about?’ oder ‚Stop it, I can’t understand a word, damned!’. Deswegen telefoniere ich jetzt umso öfter in seiner Nähe ^^
Ich find es einfach genial. Ich habe eine eigene Geheimsprache. Da kommt man sich gleich besonders vor.

Nächstes Wochenende hole ich mir den letzten Teil der ‚Twilight Quadrologie’ bei Barnens&Noble auf der Fifth Avenue ab. Ich hoffe, Stephenie Meyer versaut mir das Ende nicht. Für alle, die keine Ahnung haben, wo von ich rede: Lest mal in das Buch „Biss zum Morgengrauen (engl.: Twilight) von Stephenie Meyer rein. Die Bücher sind unglaublich gut, aber halt nicht jedermanns Sache.

Okay. Der Tag ist fast vorbei, ich habe das beste Sushi (brauner Reis mit Thunfish) intus, dazu jede Menge Früchte und Schokotropfen, mir geht es gut.


Ich hoffe, euch auch.


Vermisse euch.


Lisa.

Mittwoch, 23. Juli 2008

Neuigkeiten

Hallo meine Lieben Blog Leser!

Schreibe mal schnell, um euch zu informieren, dass ich schon früher nach Hause komm, ich hab da irgendwas mit den Flügen durcheinander bekommen... ^^

Ich lande am 11. August um 8:30 in Wien und fahr dann gleich für eine Woche nach Salzburg. Ich würde mich so freuen, wenn ich euch dann in der darauffolgenden Woche sehen würde. Egal wo, egal wann, hauptsache, ich sehe euch alle ^^ Bin schon auf Entzug hier!

Fragen, Anregungen und Vorschläge, was wir wann machen können bitte umgehend!!!


Freue mich auf euch!



Bussi, Lisa

Sonntag, 20. Juli 2008

David Beckham und die verflixte 92. Minute...

Okay. Wer hätte je damit gerechnet, dass ich, um David Beckham mal hautnah zu sehen nach Amerika fliegen muss? Tja, so ist es nun mal gekommen. Gestern war es soweit und die Bullen aus New York hatten LA Galaxy zu Gast.
Es war natürlich anders als die anderen Spiele…Security und Metallzäune wohin das Auge reicht und jede Menge Leute die einem sagen, wohin man gehen darf und nicht. Aber, hey…das ist okay. Das ist David Beckham. In natura ist er…groß…tattowiert…und wirkt sehr sehr nett und sympathisch…er ist sowieso mein Held wenn er es mit einem Spice Girl aushällt…^^

Tja…das Spiel war dann weniger amüsant…wir haben zwar nicht verloren, aber ein 2:2 (LA gleichte in der 92. Minute aus) ist ziemlich unbefriedigend.

Ich sitze jetzt in meiner Wohnung in Harlem, es hat gefühlte 19837467 Grad Celsius, ich spüre meine Beine nicht mehr und hab das Gefühl ich muss tausende Sachen einkaufen, weil der Kühlschrank und meine Badezimmerabteil leer sind. Trotz alle dem war es wieder ein netter Abend mit netten Leuten und guten Gesprächen über Fußball, Europa und natürlich David.

Morgen geht schon wieder die Woche los, aber wir haben noch zwei Wochen Zeit bis Barcelona vorbeikommt und der ganze Stress noch mal anfängt. Ich habe im Moment einfach nur das Bedürfnis meinen Kopf in einen Kübel mit Eiswürfeln zu stecken, aber ich denke, der Kühlschrank hat gar nicht so viele Würfel wie ich brauche.

Oh Gott…ein gute Idee wäre jetzt auch eine Massage…letzten Freitag hat das Büro nämlich für jeden Mitarbeiter 15 Minuten Massage spendiert…nur ich konnte nicht hin weil ich im Stadion beim Training war. Meine Schultern fühlen sich an wie Brezeln.

Schlusswort: Ich fühle mich müde, erschöpft, durchgeknetet und total gaga, aber ich bin zufrieden, glücklich und habe gerade festgestellt, dass ich in drei Wochen nach Hause komme…mein Gott, wo rennt die Zeit hin?


Hoffe, es geht euch allen gut. Ihr genießt den Sommer, die Sonne, das Wasser, eure Arbeit (ich hoffe, ihr habt Klimaanlage), die lauen Abende mit bunten Cocktails am See oder auf der Donauinsel und schickt mir ab und zu einen Gedanken.

Hab euch lieb!


Grüße aus New York City,

Lisa


PS: Einen ganz lieben und großen Gruß an Mike. Er wollte es so, hier ist er! Hoffe, du behältst die Bundesliga für mich im Auge und vergisst nicht, was wir in punkto Star Wars und Scrubs ausgemacht haben! Möge die Macht mit dir sein!

Samstag, 12. Juli 2008

Typisch New York?

Hey ihr alle, die meine Zeit hier verflogen! Tut mir leid, es ist schon wieder ein bisschen her, seitdem ich das letzte Mal geschrieben habe...

Es passiert hier im Moment eigentlich sehr viel. Vor allem die Zeit vergeht wie im Flug, in ein paar Tagen bin ich seit einem Monat hier und hab das noch nicht einmal realisiert. Ich habe noch drei Arbeitswochen vor mir und dann...ja...dann komme ich wieder nach Hause. Ich hoffe, ihr wollt mich eh wieder haben?

Wenn ich durch die Straßen New Yorks laufe, frage ich mich oft, was wirklich typisch für New York ist. Die Leute?

Zum Beispiel die eine Frau die ich in der Schlange zum einzigen öffentlichen Klo der Stadt getroffen habe, die sich im Spiegel ansieht und sagt: "My god, every minute of my life I am getting fatter.", sie dreht sich zu mir um: "Or maybe it is just the mirror?" Ich nicke und lache. "Sure, it's just the mirror." "But who's to blame? I am old and I am always eating and eating."
Ich fand diese Frau einfach genial.

Oder eine Szene, die in der Ubahn erst vor kurzem passiert ist. Ein Kerl steigt ein und ich sehe ihn nur aus dem Augenwinkel und sehe, dass er irgendwas um den Hals hat. Also sehe ich ihn mir genauer an und...was...war da um seinen Hals? Eine Schlange. Ich meine. Eine Schlange Schlange. Eine echte Schlange, die wie ein Schal um seinen Hals gewickelt war und den Kopf nach allen Seiten gedregt hat. Gut. Ich glaube zwar nicht, dass er damit einen neuen Trend setzt, aber jedem das seine.

Was ich von den New Yorkern schon übernommen habe ist das ständige genervt sein von langsamen Touristen(gruppen), die sich nicht auskennen und dementsprechend die engen Wege blockieren. Und außerdem, alle Leute zu ignorieren, die mich 1. umstylen 2. zu Scientology 3. ins Theater 4. ins Restaurant oder 5. zu einem neuen Blackberry überreden wollen. Es geht nicht anders, einfach weitergehen und so tun, als wären sie Luft. Sonst kommt man aus der Sache nie wieder raus.

Letzte Woche war ich zusammen mit Jana zu einem BBC in Midtown eingeladen, zur Feier des Independence Days und ich werde Fotos online stellen, denn sonst glaubt ihr mir nie. Wir waren ca. 10 Leute und das Essen hätte Problemlos für ca. 30 gereicht. Tja, die Amis denken halt in ein bisschen größeren Dimensionen, gell? Kurz nach dem Essen hab ich dann von Nick aus Belize gelernt, wie man Meerenge tanzt und von Rob, dass ich mich von niemanden auf dieser Welt ausnützen lassen darf. Ein sehr erleuchtender Abend gekrönt vom größten Feuerwerk, dass ich jemals gesehen habe. Ich weiß nicht, wie viel Geld dort in die Luft gejagt worden ist, aber es war großartig und wir hatten von Williamsburg/Brooklyn den besten Blick auf die Skyline, die gegen Ende im Dunst und Nebel der Feuerwerkskörper verschwunden war.

Was ich (neben euch) sehr vermisse, ist die europäische Mentalität. Ich weiß, mag komisch klingen, ist aber so. Die Amis sind alle sehr nett und sehr freundlich, aber das Problem ist, sie sind es, weil sie es sein müssen, nicht, weil sie es wollen. Viele sind es einfach, meinen es aber nicht so. In Europa merkt man es einfach mehr, wer wirklich nett ist und wer nicht. Hier ist einfach alles ein bisschen gespielt. Außerdem vermisse ich das österreichische Brot...

Gestern habe ich mich online für die Uni in Wien angemeldet, wollte das nur mal kurz erwähnen. Es ist jetzt also offiziell, dass ich zurückkomme und ich freue mich auf wunderbare Jahre mit euch.


Hoffe, dass hat mal gelangt, ich schreibe bald wieder,

Bussi, Lisa