Sonntag, 6. April 2008

Tag 3

Der dritte Tag in New York begann schon ziemlich komisch als ich noch im Bett lag. Ich hab das schlechte Wetter irgendwie gespürt. Obwohl meine drei wunderbaren Fenster mit Rollläden versperrt und ich warm eingepackt war. Und mein Gefühl hat mir gleich daraufhin Recht gegeben. Regen. Wo man hin sah, nur Regen.

Musste aber heute schon den 08:30 Bus nach Secaucus nehmen, deswegen kleidete ich mich warm und wetterbewusst ein und rannte, mit einem Kaffee in der Hand bewaffnet, die 40. Straße hinunter bis zur 8th Avenue, Port Authority as usual.

Diesmal hat die Busfahrt aber mehr Spaß gemacht. Grund dafür war nicht nur, dass es diesmal ein anderer Busfahrer war, sondern auch, dass ich einen echt genialen Sitznachbarn hatte. Er war um die 70 Jahre alt, Brite und lebt und arbeitet schon lange in New York. Wir haben die ganze Zeit miteinander gequatscht, über Europa, England, Segeln, Barack Obama und Naomi Campbell. Ja. Er war wirklich genial. Hat mir fast schon Leid getan, als ich am Crowne Plaza aussteigen musste.

Im Büro hab ich dann die Interns kennen gelernt, die ich ab Sommer zum Teil ablösen werde. Jen, Anthony, Eric und Ryan. Die vier sind die Marketing und PR Praktikanten, machen einfach alles und sind super motiviert, engagiert und echt sympathisch. Leider hört ihr Praktikum dann auf, wenn ich anfange zu arbeiten. Echt schade…hätte mit ihnen sicher gut zusammen arbeiten können.

Was war noch so los im Büro? Ich hab Artikel aus dem Internet rausgesucht, geordnet und katalogisiert, Sitzkarten entworfen, ausgedruckt und auf Karten geklebt. Eigentlich sollten die ja noch foliert werden, aber der Laminator hat den ersten Versuch leicht angekokelt. Also haben wir das aus Sicherheitsgründen dann doch gelassen.

Nachher, es war da schon mittlerweile 16 Uhr bin ich zusammen mit Ryan im altbewährten 129 wieder zurück nach Manhattan gefahren…hab während der Busfahrt zwei Telefonate geführt, auf Deutsch, und jetzt weiß ich, wie komisch sich das für andere Leute anhört. Und Ryan weiß, dass es drei Artikel gibt und was „oder“, „und“, „derbe“ und „also“ bedeutet. Wenn er es sich gemerkt hat. Ich bezweifle das aber. ^^

Gegen 17 Uhr war ich dann wieder in Midtown, und bin dann wieder einmal den Broadway rauf- und runter gegangen, hab den Virgin Megastore noch mal unsicher gemacht, genauso wie meinen Drugstore und eine Filiale der Whole Food Company…die haben echt geniale und gesunde Gerichte To Go. Ich kann jedem nur die Penne Al Vodka empfehlen. Echt. Die heißen so. Und schmecken super. Weil viele behaupten, man esse in Amerika nur Junk Food, muss ich sagen, dass stimmt echt nicht. Ja, es gibt viel Junk Food, aber es gibt genügend gesunde Alternativen. Viele Läden verkaufen frische Obstsalate (bei Pax an der 6th Avenue und bei Duke’s am Broadway), getoastete Paninis (belegt mit Sachen wie Huhn, Salat, Tomaten, Mozarella, Käse, Beef, was immer ihr wollt), Salate, die man sich selbst zusammenstellen kann und gesunde Säfte, jede Menge Säfte. Also. Wenn man es will, kann man hier so gesund leben, wie noch nie zuvor.

Jetzt sitze ich also wieder in meinem grenzgenialen Hotelzimmer, in das ich sofort einziehen würde, wenn ich könnte und überlege, was ich morgen mache. Muss nämlich erst den Bus um 14:45 nach Secaucus nehmen und hab also den ganzen Vormittag/Mittag/frühen Nachmittag für mich. Was werde ich also machen??? Jaaaa….die Stadt entdecken und…shoppen!

Heutige Ausbeute: Ein Insider-Reiseführer, zwei T-Shirts und eine Postkarte.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

penni a Vodka?????
lotti, wie war das nochmal mit dem Alkohol in den Staaten? ts ts!